Netzwerk Inklusionssport plant am 9. Mai zweites inklusives Sportfest „No Limits“

Posted on Jan 8, 2015 in Allgemein, News
„No Limits“ hat viele Partner: (hinten von links) Thomas Lurz, Dieter Schneider, Jens Röder, Uni-Präsident Alfred Forchel, Hermann Gabel (verdeckt), Olaf Hoos, Enrico Göbel, Professor Reinhard Lelgemann, Sebastian Schäfer und zwei studentische Mitarbeiter; (vorne von links) Gerd Herold (im Rollstuhl) Annette Wolz, Julian Wendel (im Rollstuhl), Christine Haupt-Kreuzer, Burkhard Ziegler und Sandra Ohlenforst.NO LIMITS

„No Limits“ hat viele Partner: Auch Thomas Lurz und Dieter Schneider mit ihrer Sportstiftung sind wieder gern dabei

MAINPOST – Wenn Menschen mit und ohne Handicap gemeinsame Sache machen, nennt man das Inklusion. Und wenn sie gemeinsam Sport machen, sollte dies ohne (ab-)grenzen passieren – „No Limits!“ eben. So sehen das die „No Limits!“-Organisatoren aus Würzburg, die gerade die zweite Auflage ihres inklusiven Sportfestes planen. Hierzu wurde nun das Netzwerk Inklusionssport Mainfranken, ein Zusammenschluss von sieben Würzburger Sportorganisationen gegründet, das von Freunden, Förderern und Sponsoren zur Unterstützung inklusiven Sports in der Region mitgetragen wird.

Im Netzwerk zusammengeschlossen haben sich die „Thomas Lurz und Dieter Schneider Sportstiftung“, das Sportzentrum der Universität Würzburg, die s.Oliver Baskets Würzburg, der Vital-Sportverein Würzburg, der Verein der Rollstuhlfahrer und ihrer Freunde Würzburg, die Kontakt- und Informationsstelle für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung (KIS) sowie der Fechtclub TBB aus Tauberbischofsheim.

Sponsoren und Unterstützer sind Stadt und Landkreis Würzburg, die Firmen s.Oliver aus Rottendorf, Knauf aus Iphofen, Allianzversicherung, Sparkasse Mainfranken, Mercedes-Benz Niederlassung Mainfranken und das Maritim Hotel Würzburg.

Am Samstag, 9. Mai, sollen sich wieder Menschen mit und ohne Behinderung im Sportzentrum der Universität Würzburg am Hubland treffen, um bei „No Limit!“ gemeinsam Grenzen zu überwinden. Dieses Sportfest soll einen ganzen Tag lang die Gelegenheit geben, viele inklusive – und damit weitgehend unbekannte – Sportarten aktiv kennen zu lernen.

„Die große Resonanz auf unser erstes „No Limits!“-Sportfest hat gezeigt, dass Menschen mit und ohne Behinderung über den Sport sehr schnell zusammenfinden“, betont der ehemalige Säbelfechter Dieter Schneider, einer der Initiatoren der Veranstaltung. Würzburgs Blindenfußball-Nationalspieler Sebastian Schäfer kann das aus eigener Erfahrung bestätigen. „Wenn wir auf dem Sportplatz stehen und Sehenden zeigen, wie Blindenfußball funktioniert, ist das Eis sofort gebrochen“, ist der 30-Jährige vom „No Limits!“-Konzept begeistert.

Gerd Herold, Rollstuhlbasketballer vom Verein der Rollstuhlfahrer, erinnert sich noch gut an die haushohe Niederlage der s.Oliver Baskets Würzburg beim letzten Event 2013, als sie im Rollstuhl gegen seine Mannschaft antreten durften und die nicht gehandicapten Profibasketballer deutlich an ihre körperlichen und sportlichen Grenzen kamen.

Ausprobieren ist erwünscht

Aktiv dabei ist erneut auch 2015, Würzburgs mehrfacher Schwimm-Weltmeister Thomas Lurz. „Sportarten wie Handbiken, Rollstuhlrugby oder Rollstuhlbasketball sind unglaublich athletisch“, hat der Rekordweltmeister im Freiwasserschwimmen festgestellt. Sein Tipp an alle Interessierten: Die angebotenen Sportarten einfach vor Ort ausprobieren. „Gerade beim Mitmachen merkt man, welche große sportliche Leistung Menschen mit Behinderung abliefern“, ist Thomas Lurz überzeugt.

Auch für Menschen mit einer schweren Behinderung gibt es Möglichkeiten sportlicher Betätigung, wie beim Elektro-Rollstuhl-Hockey. Die Würzburger Ballbusters vom Verein der Rollstuhlfahrer werden wieder ein Demospiel bestreiten, wie deren Coach Julian Wendel berichtet.

Auf noch mehr Sportarten und Aktive als bei der Erstauflage der Veranstaltung freut sich der wissenschaftliche Leiter des Uni-Sportzentrums Dr. Olaf Hoos. Er und die zahlreichen Lehramtsstudenten der Sportuniversität profitieren von der Begegnung mit den „No Limits!“-Aktiven ganz besonders. „Unsere Lehramtsstudenten können Inklusion hautnah mitgestalten und eventuelle Barrieren im Kopf abbauen,“ erläutert der „No Limits!“-Mitinitiator.

Um am 9. Mai ab 10 Uhr viele Würzburger Sportinteressierte ans Sportzentrum am Hubland zu lotsen, entwickeln die Organisatoren gerade ein buntes, familienfreundliches Mitmachprogramm. Bei allen Sportarten ist das Ausprobieren und Mitmachen ausdrücklich erwünscht.